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Sep 19, 2016

#selftime | Meditation in stürmischen Zeiten

Ommmmmmmm.

Heute geht es an ein etwas privateres Thema als sonst. Weil Meditation, ja das ist mittlerweile ein Teil meines Lebens. Hätte ich mich nicht darauf eingelassen, wäre ich jetzt auch nicht genau an diesem Punk, davon bin ich überzeugt. Meditation war nämlich früher für mich nie wirklich relevant. Ich glaube, es muss einfach auch der Mensch dafür bereit sein, und das war ich eben lange nicht. Aber irgendwann sucht man nach etwas, nach Lösungen für gewisse Probleme, die man nicht mit Tabletten oder Arztbesuchen abhandeln kann.
Ich befand mich, oder befinde mich sogar noch, in einer Phase, in der alles drunter und drüber zu gehen scheint. Ich war rastlos, meine Gedanken kreisten Tag und Nacht um die gleichen Fragen, spielten Situationen durch ohne eine richtige Lösung zu finden und ich saß generell wie auf Kohlen. Kennt ihr ja bestimmt auch, wenn einem das Runterkommen nicht so leicht fällt. Wenn man immer funktionieren muss und ganz vergessen hat, dass man das ganz und gar nicht muss. Erst als ich mich durch ein paar Blogs und Youtube-Channels geklickt habe wurde mir bewusst, wie wenig Zeit ich mir a) für mich selbst nehme und b) Zeit für eine einzige Sache nehme. Na, erkennt ihr euch wieder? Sehr gut, das ist auf jeden Fall ein guter Anfang in einen bewussteren Alltag. Und ja, ich sage bewusst Alltag, denn genau der ist es, der uns in einen schwarzen Sog aus Trägheit und Autopilotsteuerung zieht.

Selbsttherapie!
Dachte ich mir dann endlich, und zog meine Yogamatte wieder hervor. Plante meinen Start in den Tag mit einer 20 Minütigen Yoga- und Meditationssession und fühlte mich gut dabei. Meditation hat also mein Leben verändert. Und tatsächlich beginnt bald ein neuer Lebensabschnitt. Aber wie kann ich mir sicher sein, dass die Meditation mich auf den richtigen Weg geleitet hat? Keine Ahnung, aber ich fühle es. Ich war irgendwie mehr im Einklang mit mir selbst als sonst. War ruhiger, konnte klare Gedanken fassen. Mein Mantra lautete: “Ein Schritt nach dem anderen” und ich glaube nur so habe ich mich von den Blockaden in meinem Kopf befreien können. Und tatsächlich hab ich noch kein einziges Mal dabei «OM» gesagt.

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Meditieren mit Hilfe von Youtube & Apps

Meditation ist auch im 21. Jahrhundert angekommen und eine Vielzahl an Youtube-Channels und Apps haben sich etabliert. Ich hab mich an die Traumreisen aus der Schulzeit erinnert und in der Phase, als ich mit Meditation so langsam begonnen hatte, einige Youtube-Videos die thematisch geführt waren, ausprobiert. Als ich längere Zeit schlecht einschlafen konnte, half mir das besonders, denn meistens hatten diese Videos dann den Effekt, dass ich mittendrin irgendwann einschlief. Ihr kennt das ja vielleicht auch, wenn sich Gedanken hundertmal drehen und man das Gefühl hat, man einfach nicht abschalten. Dabei habe ich aber auch immer den Laptop gedimmt sowie das Autoplay ausgeschalten. Wichtig war mir auch immer, wenn das Zimmer komplett abgedunkelt war. Vor meinem Fenster war nämlich auch noch eine Straßenlaterne, die in bestimmten Schlafpositionen direkt in mein Gesicht leuchtete. Hmpf. Zum Glück hab ich bei IKEA graue Stoffrollos gefunden, es gibt natürlich auch professionellere Verdunkelungslösungen, wie zum Beispiel bei Velux, bei denen keine Lichtblitzer passieren können und deine Schlafmeditation besonders gut wirken kann.
Als ich nun vor 2 Monaten wieder öfters zu Meditieren begonnen habe, wollte ich unbedingt eine App ausprobieren, von der Jasminar sehr geschwärmt hat. Calm bietet aber nur das allumfassende Programm, wenn man gewisse Pakete bezahlt bzw. ein Abo abschließt. Ich möchte euch aber heute drei Apps näher vorstellen, die ich für gut empfinde und gleich mit meinem Favoriten beginnen – möchte euch aber noch mit auf dem Weg geben, dass ich kein Meditationsprofi bin und in faulen Phasen auch einfach nur im Bett liege und mir anhöre, was die wohltuenden Stimmen so sagen. Man sollte ja bei der Meditation prinzipiell eher sitzen, ob auf einem Stuhl oder im Lotussitz hängt davon ab, was ihr gemütlicher findet. Das Ziel von Meditation ist es nicht, dass man danach einschlafen kann, sondern dass man mehr Achtsamkeit empfindet. Mindfulness heißt der schöne Begriff auf Englisch und bedeutet soviel wie, den Moment mit den Sinnen spüren. Das geht nicht von einem Tag auf den anderen, aber Meditation kann man lernen. Ja, auch du kannst meditieren!

Falls ihr eine der Apps ausprobiert (habt), erzählt mir doch, wie es euch damit gegangen ist. Mich würde es sehr interessieren, welche Erfahrungen ihr mit Meditation gemacht habt!

Smiling Mind

Sprache: Englisch
Verwendung: Gratis
Meine Erfahrung: Obwohl die Meditationen auf englisch sind, komme ich mega gut damit klar. Ich kann zwar auch recht gut englisch würde ich behaupten, aber wenn man sich entspannen will, ist die Muttersprache vielleicht manchmal von Vorteil. Die Stimme des Erzählers klingt sehr authentisch, also als ob er es halt richtig eingesprochen hat, und ich mag die Gong- und Glockengeräusche am Ende. Es ist sehr einfach, sich in der App zurechtzufinden. Es gibt spezielle Programme für Kinder, Jugendliche, Klassenzimmer und Erwachsene. Beim Programm “Adult” bin ich schon bei der Hälfte angelangt, was aber nicht heißt, dass man eine Meditation nicht zweimal machen kann. Schade finde ich, dass manche Meditationen so kurz sind. Von den Youtube-Videos bin ich längere Sessions gewöhnt. Trotzdem meine Lieblingsapp, weil die Meditationen sehr klar gehalten sind und mir oft einen anderen Denkansatz gibt.

Smiling Mind App Download

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Stop, Breathe & Think

Sprache: Englisch
Verwendung: In-App Käufe
Meine Erfahrung: Es ist tatsächlich die App, die ich am wenigsten verwendet habe bis jetzt. Ich finde aber das Design sehr süß und der “How are you”-Check am Anfang ist total cool. Es gibt Kategorien für Anfänger (“Learn to Meditate”, eine Liste an verschiedenen Meditationen (Body Scan, Mindful Breathing, Nature Sounds, etc.) und eine Abteilung in der man seinen “Fortschritt” sehen kann. Ich mag die englische Stimme auch hier sehr gerne und gucke ab und zu hier nach thematisch passenden Meditationen, wenn ich bei Smiling Mind keine finde. Leider gibt es eben von den Meditationen meistens nur die Kurzversion gratis, die kompletten Sessions muss man dann kaufen.

Stop, Breathe & Think App Download

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7Mind – Meditation und Achtsamkeit

Sprache: Deutsch
Verwendung: Abo 4,99€ – 8,99€/mntl.
Meine Erfahrung: Das war die App, mit der ich startete. Ich habe eigentlich Ausschau nach einer gemacht, die für den Anfang und zum Ausprobieren kostenlos ist, und das ist 7Mind ja anfangs. Die Einleitungsmeditationen sind sehr schön, es wird sehr viel erklärt und ich finde die männliche Stimme, die auf deutsch spricht, sehr harmonisierend. Es gibt die Kurse, die man nutzen kann, wenn man ein Abo abschließt. Und es gibt noch ein paar freie Übungen, aber eigentlich zu wenige dafür, die App weiterhin gratis zu nutzen. Trotzdem war es ein toller Einstieg!

7 Mind App Download

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*Mit freundlicher Unterstützung von Velux.
** Die App-Erwähnungen sind nicht gesponsert und frei nach meinem Empfinden beschrieben.

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