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Nov 22, 2016

#foodporn | Laugenbagels mit Bier und Walnüssen

Hört auf euern Ofen. Diese Weisheit möchte ich euch gleich am Anfang des Beitrages mitgeben, weil dann, wenn ich ein einziges Mal ein Rezept ganz genau befolge, das Endergebnis nicht so toll wird. Ich bin ja Freestyle-Bäckerin muss ich zugeben, deshalb fällt es mir schwer, mich an Rezepte zu halten. Stiegl hat mich aber gefragt, ob ich mit dem neuen Bier Stiegl-Columbus 1492, ein leckeres Pale Ale für Entdecker, das sich auch perfekt zum Kochen und Backen eignet, nicht Lust auf ein Küchenexperiment habe. Felix und ich haben daraufhin beschlossen, dass wir leckere Bier-Laugenbagels backen wollen und schritten nach dem Umzug motiviert zur Tat. Der erste Versuch ging zwar nicht voll in die Hose, aber irgendwie wurde es auch nicht richtig super. Der zweite Versuch mit leichter Rezeptabänderung hat sich dann aber von seiner besten Seite gezeigt und geschlemmt wurden die Bier-Laugen-Walnuss-Dinkelbagels vor allem mit Hummus und Avocado. Hmmm. Das Rezept gibt es jetzt, nur für euch, hier am Blog. Keine Sorge, es ist mega einfach. Viel Spaß beim Nachbacken!

 

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Zutaten:
500g Mehl eurer Wahl (hier: Dinkel-Vollkorn)
330ml Stiegl Columbus 1492
1 Päckchen Trockenhefe
2 Teelöffel Salz
Walnüsse, so viele ihr mögt, kleingeschnitten
1 Schuss Öl nach Gefühl

Zum Sieden:
1 Packung Kaiser Natron
1 Liter Wasser (oder 2)

Im Prinzip müsst ihr alle Zutaten in eine Schüssel schmeißen und kneten, bis der Teig schön samtig ist und sich keine Mehlreste mehr in der Schüssel verstecken. Das Öl habe ich als letztes hinzugefügt, damit ich es anhand der Konsistenz des Teiges abschätzen kann. Der Teig sollte nicht klebrig sein. Nun habt ihr eine Teigkugel in eurer Schüssel, die ihr mit einem Geschirrtuch abdeckt und an einem warmen Platz stellt. Lasst ihn für eine halbe Stunde ruhen.

Der Teig sollte nun schon ein bisschen aufgegangen sein. Knetet ihn noch einmal durch und nehmt ein Händchen voll Teig und rollt eine Wurst – so groß, wie ihr die Bagel ungefähr haben wollt. Besonders schön werden sie, wenn ihr die Teigwurst dreht (siehe am Foto Bagel oben Mitte und rechts)und die Enden dann zusammenklebt. Das geht am besten, wenn ihr den Teig um die Hand wickelt, wie ein Armband.

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1.) Aus der Teigmasse sollten nach Originalrezept nur 6-7 Bagels rausgehen, bei mir wurden es 9. Tja! Ihr platziert eure geformten Teige also auf einem Backblech, legt noch einmal das Geschirrtuch drüber und lasst sie für eine weitere halbe Stunde gehen. In dieser Zeit kann man wahnsinnig toll anderen Dingen nachgehen und schwupps – sind die Bagels auf einmal wieder aufgegangen! Jetzt kommt der spannende Teil: Das Sieden in der Lauge. Gleichzeitig heizt ihr schon mal den Ofen auf 150°C, Umluft vor.

2.) Um die Bagels zu Laugenbagels werden zu lassen (das übrigens besser mit Weizenmehl geht), müssen sie für 1 Minute im Laugenwasser sieden. Dafür stellt ihr euch einen Topf mit 1 Liter Wasser auf, schüttet das Kaiser Natron dazu und siedet das Wasser. Eigentlich sollte man es aufkochen lassen, bei mir hat es aber nie gekocht, deshalb habe ich irgendwann beschlossen, mit der Siederei zu beginnen. Jetzt wird es etwas gefinkelt, vielleicht verwendet ihr für’s Hineinlegen und Herausnehmen einen Pfannenwender – bei mir wären einige Bagels fast zerbrochen, bei der Verwendung mit zwei Löffeln. Auf jeden Fall ist das Sieden jetzt ganz einfach: Ihr werft einen Bagel in den Topf, der soll dort für eine halbe Minute schwimmen, dann dreht ihr ihn für eine weitere halbe Minute um und legt ihn dann zurück aufs Blech. So fahrt ihr mit allen Bagels fort.

3.) Im nassen Zustand kann man jetzt noch Sesam oder Mohn draufgeben. Das Blech kommt in den Ofen und ihr könnt zusehen, wie eure Bagels dunkel werden. Ein leichter Laugenbrezelgeruch sollte beim Backen vorhanden sein. Ich hatte die Bagels etwa 10 Minuten bei 150° und dann nochmal 10 Minuten bei 130° drin. Beim ersten Versuch wären es laut Rezept nämlich 30 Minuten bei 190° gewesen, deshalb ging das Ganze etwas in die Hose, hehe.

4.) Belegen! Besonders lecker sind die Bagels mit Avocado, Spiegelei und Tomate. Oder Frischkäse und Lachs. Oder Humus und Salat. Oder einfach nur Käse. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Bon Appetit!

5.) Zu guter Letzt bleibt noch die Frage: Schmeckt man das Bier in den Bagels? Ich meine: Ja, dezent in der Kruste! Wenn man das Bier vorher schon probiert hat (und oh, das haben wir), schmeckt man es auch ein wenig heraus. Weil das Pale Ale ja schon einen sehr zarten, frischen Geschmack hat, war es auch von vorn herein klar, dass es im Bagel nicht die Hauptgeschmacksnote sein wird. Aber es hat mir sehr Spaß gemacht, mit dem Columbus zu arbeiten und etwas Neues auszuprobieren.

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Mit freundlicher Unterstützung von Stiegl <3

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