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Apr 30, 2015

Zurück in die Heimat: Rebekka Ruétz

Seit ihrem 14. Lebensjahr ist Rebekka Ruétz eine Weltenbummlerin – New Delhi, St. Petersburg und London waren für geraume Zeit ihr Zuhause, doch seit kurzem ist sie zurück in ihrer Heimat: Tirol. Warum sie die Berglandschaft den Modemetropolen vorzieht, woher sie ihre Inspiration bezieht und was ihr neues Label YOU KNOW YOU WANT IT aussagt, haben wir im Interview für euch herausgefunden.

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Zugegeben, wir waren erstmal richtig überwältigt, als wir den Showroom-Schrägstrich-Atelier betraten. Eine stylische und gemütliche Wohlfühllandschaft erwartete uns, umringt von Stücken aus vorangegangenen rebekka ruétz Kollektionen. Das war ja auch das erste Mal für uns, dass wir mit einer bekannten Modedesignerin ein Interview führen durften – ein bisschen Lampenfieber war also schon dabei!

Warum zieht es Rebekka Ruétz jetzt aber nach Innsbruck, anstelle einer der pulsierenden Modehauptstädte? Ganz einfach: Die Lebensqualität in Tirol ist für sie schlicht unbezahlbar. Deshalb hat sie es sich am Waldrand eines Innsbrucker Vorortes gemütlich gemacht und genießt nach der Arbeit die Ruhe. Und nach der langen Zeit des Reisens wollte Rebekka auch einfach wieder mal Heim. Das Zauberhafte an Innsbruck ist für sie der Blick auf die Nordkette von der Maria-Theresien Straße aus.

Reisen geht aber immer! Das muss aber auch sein, da Rebekka mit ihren Labels auf vielen Verkaufsmessen und mit YKYWI (YOU KNOW YOU WANT IT) auch auf Märkten vertreten ist. Die frechen Shirts kommen aber nicht nur auf Märkten, wie den Stijldesign in München gut an – auch in Innsbruck boomt das Label. Mittlerweile kann man die Bio-Baumwollshirts mit den coolen Sprüchen á la “BECAUSE I SAID SO” und “BREAKFAST INCLUDED” auch am ASOS Marketplace kaufen. Auf unsere Frage hin, wie sie den Unterschied zu den beiden verschiedenen Kollektionen von Prêt-à-porter und Streetwear sieht, beantwortet Rebekka mit: “Keinem!”. Sie wollte sich auch an etwas Kommerzielleres wagen und mit ihrer YKYWI Streetwear erreicht sie ein sehr großes Publikum – nicht nur, weil die Sprüche rotzfrech sind sondern auch preislich überzeugen. Ein cooles T-Shirt im Schrank ist ja ebenso essentiell wie die lässige Bluse.

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Was versteht eine Prêt-à-porter Designerin unter Stil und wie zeigt sich eigentlich Weiblichkeit für Rebekka Ruétz?

“Stil ist, wenn man weiß, was einem steht.”

Es ist wichtig sich selbst zu kennen und zu wissen, wie man seine Vorzüge betont. Etwas sein zu wollen das man nicht ist, empfindet sie als stillos. Es muss nicht immer der neueste, heißeste Trend sein, um stilsicher aufzutreten. Wir können nur zustimmend mit dem Kopf nicken. Auf die Frage hin, was Rebekka als weiblich empfindet und wie sich Weiblichkeit für sie ausdrückt, meint die Designerin, dass Weiblichkeit enorm viele Facetten hat. Ein Rundausschnitt mit wenig Haut kann manchmal sexier sein, als ein tiefer V-Ausschnitt. Die Weiblichkeit zeigt sich in ihren Kollektionen sehr vielseitig und die moderne Amazone spielt in ihren Kreationen eine große Rolle.

Als wir durch den Showroom stöberten, zeigte uns Rebekka ihr Trendteil für 2015. Ein transparenter, avantgardistischer Sweater aus Tüllstoff in Rosa. Pastell ist ja ganz wichtig diesen Frühling und Sommer, meint auch Rebekka Ruétz. Den Granny-Trend mit den grauen Haaren findet sie übrigens auch richtig cool, genauso wie türkisen Lippenstift, und die Statement Brille die immer dabei sein sollte. Auf den Sommer 2016, für dessen Kollektion Thema und Inspiration schon lange in Rebekka’s Kopf herumschwirren dürfen sich Fans von starken Farben freuen, denn es wird richtig bunt. Schwarz geht aber ansonsten immer und als wir nach ihrem Lieblingsmaterial fragten, war das eindeutig Leder. Für rebekka ruétz wird aber nur mit Kunstleder gearbeitet, vor allem, weil sich das viel leichter verarbeiten lässt und viel mehr Varianten am Markt vorhanden sind. Aber der Materialmix spielt wie in allen Kollektionen eine große Rolle.

“Kleidung sollte totgetragen werden, sodass sie sich schon an den Nähten aufzulösen beginnt. Gerade teure Teile sollten nicht im Schrank verstauben.”

 

Rebekka Ruétz hat geschmunzelt, als wir sie auf das “Der Schrank ist voll, aber ich hab Nichts zum Anziehen!” angesprochen haben. Da mag es ja fast jeder Frau gleich gehen. Rebekka ist da straight: Sie ist auf zukünftiges fokussiert und kann sich von ungeliebten Teilen oder Schrankleichen leicht trennen. Lieblingsstücke dürfen aber schonmal länger im Schrank verweilen und auch totgetragen werden. Das war eindeutig unser Lieblingsstatement, mit dem wir uns nochmal ganz herzlich bei Rebekka für das liebe Interview bedanken wollen.

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Comments (8)

  • Who is Mocca?
    Apr 30, 2015

    Super gut geworden! :-*

    Liebe Grüße,
    Verena
    whoismocca.com

    Antworten
    • Sarah
      Mai 3, 2015

      Danke meine Liebe :)

      Antworten
  • Jessy
    Mai 3, 2015

    Richtig schöner Artikel und auch noch über eine meiner Liebling-Designerinnen. Das macht Spaß zu lesen!

    Liebe Grüße Jessy von Kleidermädchen

    Antworten
    • Sarah
      Mai 3, 2015

      Danke liebe Jessy :) Das freut uns zu hören.

      Antworten
  • Minnja
    Mai 6, 2015

    Toll und richtig informativ. Du hast eine wunderbare Lieblingsdesignerin.

    Love Minnja – minnja.de

    Antworten

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