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Jun 3, 2015

#hauptsachedraussen | Von Wies’n und Autobahnbrücken

Letzter Samstag war einer dieser Tage, wo gefühlte zwanzig Veranstaltungen auf einmal stattfinden. Das nervt besonders dann, wenn in den wärmeren Monaten dann die Sommerflaute herrscht. Wiesenrock Warum Up Party, GOING DEEP Stadtgeflüster und das Anpruggen Stadtteilfest – wie sollte man sich da bloß entscheiden? Oder doch einfach von einem zum anderen Event laufen, dafür hier und da was verpassen? Sarah und ich hatten das Problem und sind schlussendlich an zwei verschiedenen Orten gelandet.

WIESENROCK WARM UP PARTY – Jasmin

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Es war ein schwüler Samstagnachmittag als Tiroler Bands die Open-Air Bühne am Wiltener Platzl bespielten. Vor der Bühne waren Marktstände zu beiden Seiten, unter anderem mit endlich* Store, Deliris, Viva Con Aqua und xDouble. Ich war mit NACHTSCHWAERMER da und hostete eine kleine Kleidertauschparty. Als Mario Parizek mit seinen rhythmischen Gitarrenklängen den Platz bespielte und der Wind die Musik durch die Straßen wirbelte, fühlte sich das alles so nach Sommer an. Es folgten 2seedsleft und die neuen Tiroler Lieblinge IDENTIKIT, die noch vor dem Regenschauer ihre Musik der Menge präsentierten. Vor der Bühne wurde am Boden flaniert, Bier und Biosäfte getrunken und vegetarische Burger gegessen. Und dann plötzilch kam #fomo: Ob man denn auch noch zum Going Deep gehen würde. Zum GLück blieb mir die Entscheidung erspart, ob ich nun mit der Masse mitpilgere oder den zweiten Teil der Warum Up Party im Weekender besuche, denn ich war zu einer Geburtstagsparty eingeladen ;) Dass das Stadtteilfest am gleichen Tag war, fand ich sehr schade, da ich es nicht besuchen konnte. Nächstes Mal dann ganz bestimmt!

 

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STADTGEFLÜSTER by Going Deep – Sarah

Kitschick Stadtgeflüster

Weil ich das letzte Stadtgeflüster beim Kreisverkehr bereits verpasst hatte, war Samstagnachmittag natürlich glasklar: ich MUSS das erste Mal in meinem Leben bei einem dieser berühmt-berüchtigten Going Deep Events dabei sein. Wie Jasmin schon andeutete, pulsierte an diesem Samstag Nachmittag die gesamte Innsbrucker Innenstadt. Auf meinem Weg Richtung Süden der City bahnte ich mir meinen Weg schon vorbei an Clowns und Straßenspielen, die auf dem Anpruggen Stadtteilfest ihr Unwesen trieben, weiter Richtung Wiltener Platzl, der bis auf die letzten Ecken mit Menschen gefüllt war. Erstmals stellte sich uns die Frage – oder doch hier schon bleiben?

Aber nein wir hatten eine Mission – das Stadtgeflüster. Doch das Problem war, dass eigentlich keiner von uns eine Ahnung hatte, wo sich dieser mysteriöse Pier denn nun auch befinde. Ich hatte bereits viel darüber gehört, gelesen und Bilder gesehen, doch eine genaue Wegbeschreibung hatte ich nicht. Mit reichlich Alkohol im Gepäck starteten wir also unseren 45-minütigen Fußmarsch – ich brauch wohl nicht zu erwähnen, dass wir erstmal in die falsche Richtung marschiert sind – fanden schließlich aber doch die Menschenmassen, die Richtung Gewerbegebiet strömten. Die letzte Anhöhe über Sand und Steine erklommen, stand ich also da. Beim Stadtgeflüster. Direkt unter der Autobahn, geschützt vorm aufziehenden Gewitter. Aus den Boxen dröhnten chillige Deep House Klänge und die Luft war eingehüllt von einem, naja sagen wir mal bekannten, aber trotzdem gewöhnungsbedürftigem Geruch. Mit Blick auf Innsbruck wurde die erste Gösser Naturradler-Dose geöffnet und das treibende Schauspiel beobachtet.

Selbst die unterhalb liegende Mülldeponie konnte die Atmosphäre und den Blick auf Innsbruck nicht trüben. Das Flair war stimmig, die Musik passte und die Menschen auch. Man traf sich, quatschte, feierte entspannt und das bei richtig guter Musik während die Sonne langsam unterging und die Dämmerung aufzog. Um 21:45 Uhr war ich stehend k.o. und freute mich auf eine Dusche, um meine Füße vom Sand zu befreien. Die Aftershowparty in der Tante Emma erlebte ich an diesem Abend leider nicht mehr. Aber pssssst ich komme wieder…

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Pic by Tobias Pircher 

Kitschick_Going_Deep

Pic by Tobias Pircher

Die Zeitlos, hat auch einen kurze Review über das letzte Stadtgeflüster geschrieben – den Beitrag findet ihr hier.

 

Fotocredit Titelbild: https://www.pinterest.com/pin/439101032392041548/

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